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Sinus an Grundschulen

SINUS an Grundschulen war ein von 11 Bundesländern getragenes Modellprogramm, in dem Grundschullehrkräfte von 2009 bis 2013 ihren Mathematik- und Naturwissenschaftsunterricht weiterentwickelten. SINUS an Grundschulen in Hamburg hatte sich auf den Schwerpunkt Mathematik festgelegt.

Mehr als 70 Grundschulen hatten sich im August 2009 auf den Weg gemacht die Kooperation innerhalb ihrer Fachkollegien voranzubringen und die Qualität des Mathematikunterrichts zu steigern. Organisiert in fünf sogenannten Sets trafen sich die SINUS-SchulkoordinatorInnen monatlich zum Austausch und zur Weiterbildung.

Zielsetzungen: Umgang mit Heterogenität: Eine heterogene Zusammensetzung der Schülerschaft ist Normalität in Grundschulen und erfordert eine stetige Berücksichtigung von Differenzierung oder Individualisierung.SINUS an Grundschulen unterstützte Lehrerinnen und Lehrer herauszufinden, wo Stärken und Schwächen von Schülerinnen und Schülern liegen. Mit konkreten Unterrichtsbeispielen und Maßnahmen bot SINUS an Grundschulen die Unterstützung leistungsschwächere Schülerinnen und Schülern gezielt zu fördern und leistungsstärkere Schülerinnen und Schülern herauszufordern.

Aufbau eines Entwicklungskreislaufs an Schulen: Lernstandserhebungen und andere Verfahren interner wie externer Evaluation geben den Lehrerinnen und Lehrern eine Fülle von Daten an die Hand. Damit ist die Zielsetzung verbunden, berufliches Wissen und Erfahrung von Lehrerinnen und Lehrern durch Informationen zu ergänzen, die auf systematisch erhobenen Daten beruhen. SINUS an Grundschulen unterstützte Lehrerinnen und Lehrer, die vorhandenen empirischen Daten sachgerecht auszuwerten, um Differenzen zwischen Lehr- und Lernerfolg aufzuklären und um diese Daten für eine Weiterentwicklung des Unterrichts zu nutzen.

Fachliche und fachdidaktische Akzentuierung: Für den Erfolg von Mathematikunterricht spielen sowohl fachdidaktische als auch fachliche Kompetenzen von Lehrpersonen eine bedeutende Rolle. SINUS an Grundschulen unterstützte Lehrerinnen und Lehrer dabei, aktuelle fachdidaktische Konzepte im Mathematikunterricht umzusetzen.

Die SINUS-Vertreterinnen und SINUS-Vertreter der Schulen hatten die Aufgabe, die Kooperation im Fachkollegium voranzubringen und durch schulinterne Lehrerfortbildung, die SINUS-Inhalte in den Unterricht der Schulen zu bringen.

Die Schule Tonndorf hat seit 2001 eine Mathematikwerkstatt, die ständig durch aktuelles Material erweitert wird. Ab August 2009 nahmen wir an dem SINUS-Programm teil. In mehreren schulinternen Fortbildungen haben alle Mathematikkolleginnen gemeinsam Stationenpläne für jede Klassenstufe zur Arbeit in der Mathematikwerkstatt erarbeitet und Materialkisten zur Kombinatorik erstellt. „Gute Aufgaben“ im Mathematikunterricht war ebenfalls ein Thema einer schulinternen Fortbildung. Mehrere Aufgaben wurden bereits erprobt. Dieses Thema wird auch weiterhin von den Fachkolleginnen bearbeitet. Die Förderung sowohl von leistungsschwächeren als auch von leistungsstarken Kindern ist uns ein wichtiges Anliegen.